• Erstmalige Studie zeigt großes Interesse von US- und deutschen Fahrern an In-Car-Payment-Funktionen sowie deren Zahlungsbereitschaft

  • 100 % der befragten US-Fahrer und 93 % der deutschen Autofahrer geben an, dass ein einfach zu bedienendes In-Car-Payment-System ihr Fahrerlebnis verbessern würde

  • 70 % der US-Autofahrer und 67 % der deutschen Fahrer wären bereit, für ein Fahrzeug mit In-Car-Payment-Funktionalität einen höheren Anschaffungspreis zu zahlen


Ein neuer, erstmals durchgeführter Bericht von Drive Research, der die gesamte User-Experience-Journey von In-Car-Payment-Systemen untersucht, zeigt: Diese Services haben sich für viele Autofahrer zu einem äußerst attraktiven Komfortmerkmal entwickelt. Viele Nutzer sind bereit, für den Zugang zu In-Car-Payments zu zahlen, da diese das Fahrerlebnis und die Wahrnehmung der Fahrzeugmarke deutlich verbessern.

Für den In-Car Payments User Experience Report 2025 wurden Fahrer in den USA und in Deutschland gebeten, zwei unterschiedliche In-Car-Payment-Systeme zu testen und identische Aufgaben in beiden Systemen zu absolvieren. Anschließend beantworteten sie quantitative und qualitative Umfrage- und Interviewfragen, um ihr Interesse an In-Car-Payment-Funktionen sowie ihre Einschätzung der beiden Systeme zu bewerten.

System A war ein anonymisiertes, aktuell serienmäßig eingesetztes OEM-System in der jeweiligen Region. System B hingegen stellte eine aktualisierte Lösung dar, die gemeinsam von Parkopedia und Valtech Mobility entwickelt wurde und Verbesserungen in den Bereichen Registrierung, Benachrichtigungen, Nutzerinteraktion und Zahlungsprozesse bietet.

Fahrer wünschen sich einfach zu bedienende In-Car-Payments für alle fahrzeugbezogenen Services

Alle befragten US-Fahrer gaben an, dass ein einfach zu bedienendes In-Car-Payment-System ihr Fahrerlebnis verbessern würde. 100 % bewerteten diese Funktion zudem als sehr wertvoll für die Abwicklung fahrzeugbezogener Zahlungen. Auch unter den deutschen Teilnehmern wurde diese Funktion nahezu einhellig positiv bewertet (93 %) – ein klarer Beleg für die hohe Nachfrage nach gut funktionierenden In-Car-Payment-Lösungen.

Das Potenzial für OEMs ist erheblich: 97 % der Befragten in den USA und in Deutschland würden In-Car-Payments für sämtliche fahrzeugbezogenen Transaktionen wie Parken, Laden von Elektrofahrzeugen, Tanken oder Mautzahlungen nutzen, sofern das System einfach zu bedienen ist. Ein deutscher Teilnehmer fasste es so zusammen:

„System B (aktualisiert) ist deutlich einfacher, zeitsparend, selbsterklärend, effizient und ein echter Alltagshelfer.“

Ebenfalls 97 % der Teilnehmer gaben an, dass In-Car-Payment-Funktionen ihr Fahrerlebnis verbessern und dass sie es schätzen würden, mehrere In-Car-Payment-Services über eine einzige Plattform nutzen zu können, anstatt auf externe Geräte angewiesen zu sein. Die Konsistenz dieser Ergebnisse zeigt deutlich: Fahrer haben ein starkes Interesse an fortschrittlichen Connected-Car-Services. OEMs, die nahtlos integrierte In-Car-Payments anbieten, können dadurch Marktanteile von Wettbewerbern gewinnen, die diese wachsende Nachfrage nicht bedienen.

Hohe Nachfrage nach Benachrichtigungen über verfügbare In-Car-Payments

Fahrer wünschen sich nicht nur umfassende In-Car-Payment-Funktionen, sondern auch eine intelligente Integration in das Fahrzeug. 93 % der deutschen Fahrer und 87 % der US-Teilnehmer würden es schätzen, wenn ihr Fahrzeug sie über das Infotainment-System darüber informiert, sobald In-Car-Payments in der Nähe verfügbar sind.

80 % der US-Fahrer gaben an, dass sie frustriert wären, wenn In-Car-Payments in der Nähe verfügbar wären, ihr Fahrzeug sie jedoch nicht darauf hinweist. Ebenso würden alle befragten deutschen Fahrer sowie 97 % der US-Autofahrer eine gut sichtbare Schaltfläche auf dem Bildschirm begrüßen, um direkt auf verbundene Services wie Park- und Ladedaten oder In-Car-Payments zugreifen zu können.

Komplexe Registrierung bremst Nutzung und Akzeptanz

Die Studie zeigt deutlich, dass komplizierte Registrierungsprozesse die Nutzung von In-Car-Payments hemmen. 77 % der deutschen Fahrer und 70 % der US-Teilnehmer gaben an, dass ein komplexer Anmeldeprozess ihre Bereitschaft zur Registrierung verringern würde. Darüber hinaus erklärten 57 % der deutschen Fahrer sowie die Hälfte der US-Fahrer, dass ein langwieriger Registrierungsprozess auch nach der Anmeldung ihre Nutzung einschränken würde.

Dies unterstreicht die zentrale Bedeutung der User Experience. OEMs müssen insbesondere den Registrierungsprozess optimieren, um Kundenzufriedenheit und Akzeptanz von Premium-Services sicherzustellen. 90 % der US-Fahrer bewerteten den aktuellen branchenüblichen Registrierungsprozess als „kompliziert“ – ein klares Signal dafür, dass viele Hersteller die Erwartungen ihrer Kunden derzeit nicht erfüllen.

Ein erheblicher Anteil der Fahrer in beiden Märkten wäre bereit, für den Zugang zu In-Car-Payments einen Aufpreis zu zahlen. Mehr als zwei Drittel der Befragten zeigten sich grundsätzlich zahlungsbereit. Über die Hälfte der deutschen Fahrer könnte sich eine monatliche Gebühr vorstellen, während nahezu die Hälfte der US-Teilnehmer einen höheren Fahrzeugkaufpreis in Betracht ziehen würde. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit flexibler Preismodelle für solche Funktionen.

Integrierte Lösungen werden mobilen Geräten vorgezogen

Fahrer bewerteten integrierte In-Car-Payment-Services als besonders wertvoll, da sie situations- und routenabhängig unterstützen – etwa durch Hinweise auf Park- oder Ladebedarf – und Stress im Fahralltag reduzieren können. Mehrere Teilnehmer sahen solche Funktionen zudem als klares Differenzierungsmerkmal zwischen Automarken, das Kaufentscheidungen maßgeblich beeinflussen kann.

Aktuelle Systeme schöpfen das Potenzial von In-Car-Payments nicht aus

Die überwiegende Mehrheit der Fahrer bevorzugte das optimierte System, das auf hohe Benutzerfreundlichkeit ausgelegt war, weniger Klicks erforderte und die Bezahlung mehrerer fahrzeugbezogener Services über eine einzige Plattform ermöglichte. Über 90 % der US-Fahrer gaben an, das aktualisierte System sehr wahrscheinlich zu nutzen, verglichen mit nur 20 % beim aktuellen Serienstandard. Auch über 90 % der US- und deutschen Fahrer zeigten eine höhere Interaktion mit dem optimierten System. 100 % der US-Teilnehmer und 90 % der deutschen Teilnehmer wären künftig eher bereit, In-Car-Payments zu nutzen, wenn ihnen ein als „schlank“ und effizient wahrgenommenes System zur Verfügung stünde.

Die Ergebnisse zeigen klar: OEMs riskieren, ihre eigenen Kunden zu verärgern, wenn In-Car-Payments schlecht umgesetzt sind. Fahrer wünschen sich diese Funktion, erwarten jedoch eine intuitive Bedienung – andernfalls verzichten sie auf die Nutzung.

Qualität der In-Car-Payments beeinflusst die Markenwahrnehmung

97 % der US-Fahrer gaben an, dass gut integrierte Hinweise auf In-Car-Payment-Services ihre Meinung über eine Automarke deutlich positiv verändern würden. 87 % erklärten zudem, dass eine intelligente Integration ihre Wahrscheinlichkeit erhöhen würde, erneut ein Fahrzeug derselben Marke zu kaufen.

OEMs, die derzeit keine In-Car-Payments anbieten oder lediglich minderwertige, frustrierende Lösungen bereitstellen, riskieren langfristige Imageschäden und den Verlust von Kunden an Wettbewerber mit besseren digitalen Nutzererlebnissen. Alle befragten US- und deutschen Fahrer gaben an, In-Car-Payments eher zu nutzen, wenn diese einfach, zeitsparend oder kostensparend wären. Gleichzeitig würden 87 % der US-Fahrer und 63 % der deutschen Fahrer von der Nutzung absehen, wenn zu viele Menüs oder unnötige Schritte erforderlich wären.

Adam Calland, Global Marketing Director bei Parkopedia, kommentiert die Ergebnisse wie folgt:

Die Nachfrage nach Connected-Car-Services wächst weltweit rasant, und unsere Studie zeigt, dass insbesondere In-Car-Payment-Funktionen inzwischen zu einem Must-have für Autofahrer geworden sind, die Komfort schätzen und bereit sind, dafür zu zahlen.

Dieser Trend wird durch den globalen Wandel hin zur Elektromobilität weiter beschleunigt. Fahrer erwarten nicht nur präzise In-Car-Daten, die sie zu geeigneten Ladepunkten führen, sondern auch integrierte Bezahlfunktionen auf derselben Plattform, um das gesamte öffentliche Ladeerlebnis im Fahrzeug abzubilden. Die Ergebnisse zeigen klar, dass sowohl das Bewusstsein für In-Car-Payments als auch die User Experience bestehender Systeme verbessert werden müssen – gleichzeitig ist das wirtschaftliche Potenzial für OEMs, die dies richtig umsetzen, eindeutig.

Die vollständigen UX-Berichte für den deutschen und den US-amerikanischen Markt stehen zum Lesen und Herunterladen verfügbar.